Abdul Malik ben Hakim

Abdul Malik ben Hakim

 


Gunday Guttner
Wohnort:
Pirmasens
Beruf: Mediengestalter, Steward


Charaktergeschichte:

Von einem Späher des Stammes der Banu Nurash wurde einst ein Baby, ausgesetzt im heissen Wüstensand, gefunden, über dem schon die Aasgeier zu kreisen begonnen hatten. Der damalige Shahik Jajah ben Ayyub ließ das Kind von seiner Lieblingsfrau aufziehen, nannte es „Abdul-Malik“ (=“Knecht des Herrschers“) und behandelte ihn wie einen eigenen Sohn, denn bislang war dem Shahik kein Stammhalter geboren worden.
Der heranwachsende Abdul zeigte wenig Freude am kriegerischen Spiel oder der soldatischen Erziehung, sondern entwickelte stattdessen reges Interesse an Schrifttum, der Pflanzenkunde und später den geheimen Künsten der Magie, die ihm ein fahrender, geheimnisvoller Händler namens Hakim ben Shugal näherbrachte, welcher mit dem Stamm ein paar Jahre mitgezogen war.

Während er bei Shugal lernte, wurde Abdul wegen seiner Ablehnung der Kriegskunst und seiner oft düsteren Prophezeiungen (die leider auch oft eintraten…) von Gleichaltrigen eher gemieden. Nur der spät geborene Sohn und Stammhalter des Shahik, Farabi und ein Diener namens Hammidullah, versuchten sich mit ihm überhaupt anzufreunden und lernten dabei seine Voraussicht und Ratschläge schätzen.

Jedoch geriet Abdul abermals in Verruf, als bekannt wurde, dass sein Lehrer Hakim ben-Shugal sich mit Schwarzer Magie und Blendwerk auf Kosten des Stammes bereichert hatte. Shugal wurde davongejagt und Abdul-Malik, der jetzt noch den Beinamen ben-Hakim („Sohn des Weisen“) bekam, wurde vom Khadi des Shahik einer heftigen Befragung unterzogen, welche aber nichts ergab.
Es wurde ihm jedoch unter Androhung des Exils untersagt, jemals die Studien seiner Lehrzeit innerhalb der Stammesgrenzen auszuüben. Dabei wäre es wohl geblieben, wenn nicht das Schicksal eingegriffen hätte.

Shahiksohn Farabi und Diener Hammidullah waren nämlich zu jener Zeit einst bei einer Wolfsjagd in einen Wüstensturm geraten. Dabei hatten sie sich so furchtbar verirrt, dass sie nach drei Tagen ohne Nahrung schon aufgegeben hatten. Doch auf wundersame Weise ertönte Abdul-Maliks Stimme plötzlich an Hammidullahs Ohr und geleitete die Beiden zurück zum Stamm. Dort eingetroffen sagte man ihnen, Abdul-Malik befände sich seit drei Tagen im tiefsten Schlaf und wäre gerade bei ihrer Rückkehr wieder erwacht…
Priesterin Nilopher, Ishtars Licht, sah in diesem Vorfall ein gutes Zeichen der Göttin und pries das erste Mal vor dem Shahik und dem gesamten Shahik die Fähigkeiten Abduls, welche ihrer Meinung nach von der Göttin verliehen waren und nicht brachliegen sollten. Der alte Shahik überließ seinem Sohn die Entscheidung und Farabi verkündete, dass er fortan Abdul-Malik ben-Hakim zu seinem persönlichen Berater ernennen wolle.
Als Berater des Shahiksohn, wurde Abdul fortan nie mehr mit Abfälligkeit behandelt, das Mißtrauen gegen ihn blieb jedoch in Vielen erhalten…

Ein paar Jahre blieb es ruhig im Stamm, obwohl schon jetzt die feindlichen Banu Hashishim („Hashishimiten“) großen Ärger machten. Schließlich kam es zum Krieg und zur Vertreibung der Banu Nurash…

Bei mehreren Angriffen, wurden die Banu Nurash versprengt, aus ihren Gebieten vertrieben und der alte Shahik getötet. Abdul-Malik sah sich mit dem neuen Shahik Farabi und einigen wenigen Getreuen auf der Flucht in ein unbekanntes Exil jenseits der Meere! Zuerst fluchte der Wesir den bösen Geistern und allen Höllen von Dschehenna, aber bald erkannte er die Chance, sich zu bewähren und weiteres Ansehen bei den Exilfarabern zu gewinnen.

Die „Faraber“ kamen in die Ostmark, wo sie sich zusammen mit anderen Siedlern das Land zum Leben erkämpften, sie setzten sich mit Geschick, Diplomatie und Glück gut durch und Shahik Farabi, der bald zum Gouverneur der Ostmark gewählt wurde, beförderte Abdul-Malik zum Großwesir.

Auf einem diplomatischen Zusammentreffen der Reiche will das Schicksal es, dass Großwesir Abdul-Malik die Hohepriesterin Jupitra vom Orden Yagdrashills ehelicht. Ohnehin hatte er seit längerem schon ein Auge auf sie geworfen und sich aus einer Liaison Macht und Verbündete erhofft. Nun kam es zu dieser sehr schnellen Fügung, um die Seele der Jupitra zu retten, was eben nur mittels einer schnellen Heirat erfolgen konnte…

Leider entpuppt der Orden des Yagdrashill sich als weit weniger mächtig, als Abdul es sich erhofft hatte und stattdessen grollt Shahik Farabi über die verweichlichten Sitten jenes Ordens und vor allem über den Verlust der halben Staatskasse als Mitgift…

Als Diplomat und Vermittler steht der Großwesir momentan seinem Shahik in Mitraspera an der Seite...